1. Tübinger Summer School Katastrophenmedizin und humanitäre Hilfe 2010

Im Sommer 2010 fand zum ersten Mal die Tübinger Summer School Katastrophenmedizin und humanitäre Hilfe statt, veranstaltet von der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin und der Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie der Universität Tübingen. Ziel und Vision der Veranstaltung war es, interessierte Studierende und Experten auf den Gebieten der Katastrophenmedizin und der humanitären Hilfe zusammenzuführen und einen fruchtbaren Austausch zu ermöglichen.
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Innerhalb einer Woche wurden die Grundlagen der Katastrophenmedizin und humanitären Hilfe in Theorie und Praxis gelehrt. Erstmals wurde in diesem Rahmen das Curriculum „Konzept zur katastrophenmedizinischen Ausbildung im studentischen Unterricht an deutschen Hochschulen“ der Schutzkommission beim Bundesministerium des Inneren, der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin e.V. und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe umgesetzt.
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Erfahrene Katastrophenmediziner wie Prof. Bernd Domres u.a. brachten 43 Studenten aus ganz Deutschland Themen wie das Management eines Großschadensereignisses, die Behandlung von Patienten unter katastrophenmedizinischen Bedingungen und das Verhalten und die Dekontamination nach CBRN-Unfällen näher. In praktischen Übungen konnten die Studenten wichtige Handgriffe und Fähigkeiten üben. Ein Schwerpunkt der Summer School lag im Bereich der Sichtung. Bei einem Massenanfall von Verletzten müssen alle Patienten kurz untersucht werden um dann über Behandlungs- und Transportprioritäten zu entscheiden. Dies konnte in virtuellen Übungen und in einer praktischen Übung mit der Burghof-Schule in Ofterdingen ausführlich geübt werden. Ein weiteres Highlight der Woche waren die Exkursionen zur Leitstelle „SIMOS“ und zur Wache 5 in Stuttgart, wo die Strukturen der Einsatzleitung und der Materialcontainer eines Behandlungsplatzes für 50 Verletzte besichtigt werden konnten. Anschließend demonstrierte die Feuerwehr Pfullingen, wie eine verletzte Person korrekt dekontaminiert wird, ohne dass dabei die Helfer gefährdet werden.
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Die letzten zwei
Tage standen ganz im Zeichen der internationalen humanitären Hilfe. Nach einer Einführung wurden ausführlich das Assessment in Katastrophengebieten und das Management eines Camps besprochen. Weitere Themen reichten von der Arzneimittelhilfe bis zur Rolle der Medien in Katastrophen. Die Teilnehmer konnten sich bei Erfahrungsberichten über verschiedenen Organisationen, die auf dem Gebiet der humanitären Hilfe tätig sind, und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten informieren.
Umrahmt wurde die Summer School von verschiedenen Abendveranstaltungen.
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Terre des Femmes machte auf die Problematik der weiblichen Genitalverstümmelung aufmerksam, und die Björn Steiger Stiftung stellte ihre Arbeit im Bereich des deutschen Rettungswesens vor. Natürlich kam auch der Spaß und die Geselligkeit im Biergarten, beim Filmabend und beim Abschlussabend nicht zu kurz. Die Resonanz der Teilnehmer und der Referenten nach dieser interessanten und lehrreichen Woche war durchweg positiv. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die Stiftung und die Chirurgie der Universität Tübingen die Sommerakademie zu einer regelmäßigen Veranstaltung machen möchten.
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Weitere Informationen über die Sommerakademie 2011, den Flyer und das Anmeldeformular zum Herunterladen finden Sie hier: