Länderinformationen

Hauptstadt: Islamabad
Fläche: 803.940 km²
Bevölkerungszahl: ca. 184,5 Millionen
Sprachen: Punjabi, Urdu (Amtssprache), Englisch und weitere Sprachen
Glaubensrichtungen: Islam (95%)
Kindersterblichkeit (unter 5 Jahren): 65 Todesfälle pro 1.000 Lebendgeburten
Durchschnittliche Lebenserwartung: 65 Jahre



Am 22. Juli 2010 begann eine außergewöhnlich starke Monsunregenperiode im Nordwesten Pakistans. Bis Ende Juli 2010 mussten Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen, um den Überschwemmungen zu entkommen. Zeitweise stand ein
Fünftel des Landes unter Wasser. Zu Beginn der Überschwemmungen benötigten 14 Millionen Menschen sofortige humanitäre Hilfe. Die Zahl der Betroffenen ist kontinuierlich angestiegen und sechs Monate nach der Katastrophe, im Januar 2011, leiden über 18 Millionen Menschen noch immer unter den Nachwirkungen der Überschwemmungen. Am schwersten sind Frauen und Kinder betroffen. Mindestens 1.7 Millionen Häuser sind zerstört, viele Schulen und Krankenhäuser schwer beschädigt.

Das Hochwasser steht immer noch in Teilen Pakistans, vor allem in der Provinz Sindh, und verschlimmert die Ernährungskrise im Land. Mehr als 2,2 Millionen Hektar Ackerland gingen verloren und schätzungsweise 450.000 Nutztiere.


Medizinische Nothilfe in den Überschwemmungsgebieten

Unmittelbar nach der Flutkatastrophe entsandte die Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin ein medizinisches Einsatzteam zu einer Schule, die in der Not zu einem Flüchtlingslager umfunktioniert wurde.

Die Flut löste in Pakistan eine humanitäre Katastrophe aus und die aktuelle Situation ist weiterhin besorgniserregend. Trotz der Bemühungen aller beteiligten Hilfsorganisationen mangelt es immer noch am Nötigsten, vor allem an Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Die meisten Betroffenen leben in provisorischen Zelten oder unter Plastikplanen und benötigen dringend Nahrungsmittelhilfe.

Die Stiftung unterstützt im Norden Pakistans den Wiederaufbau einer zerstörten Gesundheitsstation durch die Versorgung mit Medikamenten und Ausrüstung.

 

In den Distrikten Dadu und Jacobabad im Sindh wird die Stiftung mit Ihrem lokalen Partner CHEF und mit der Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland mit mobilen Kliniken medizinische Nothilfe leisten. Durch den Einsatz dieser Kliniken soll die dringend benötigte medizinische Versorgung zu den Menschen in den Überschwemmungsgebieten gelangen. Unser Ziel ist es, bis zu 24.000 Menschen in diesen von den Überschwemmungen am schwersten betroffenen Distrikten zu versorgen.  Darüber hinaus werden Wasserbehälter und Decken in einem kleineren Umfang verteilt. Für Ihre Spenden und Unterstützung möchten wir uns bei Ihnen ganz herzlich bedanken!

Weitere Meldungen zu unserem Einsatz in Pakistan finden Sie hier.