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Zwei Studenten eilen durch einen engen Kellergang. Vor einigen Stunden ist hier ein Tank explodiert, es gibt Verletzte, vielleicht auch Tote. Wem sofort geholfen wird, wer noch auf Hilfe warten muss, das müssen jetzt die beiden Studenten entscheiden. Sie fühlen sich sicher in ihrer Rolle, denn Sie haben in den letzten Tagen viel über das Verhalten in Katastrophensituationen gelernt. Aber die Explosion nur eine Übung und die Verletzten Schauspieler. Die Sichtung ist ein wichtiger Bestandteil der Sommerakademie Katastrophenmedizin und humanitäre Hilfe – eine Akademiewoche, die die Stiftung zusammen mit der Chirurgie des Universitätsklinikum und der Studentengruppe you-manity bereits im zweiten Jahr in Tübingen erfolgreich durchführte. Schon im Frühjahr waren alle Teilnehmerplätze vergeben und die Warteliste überfüllt, da Katastrophenmedizin kein fester Bestandteil des Medizinstudiumsist, obwohl zahlreiche Studenten großes Interesse an der Thematik zeigen.

Förderpreis für gute ZweckeIm Rahmen der Aktion “Förderpreis für gute Zwecke” 2011, wurde die 2. Tübinger Sommerakademie für Katastrophenmedizin und humanitäre Hilfe ausgezeichnet. “Das Preisgeld ist ein wichtiger Beitrag zur Durchführung unserer Lehrveranstaltung für Medizinstudenten. Leider ist bisher die  Bedeutung der Ausbildung in Katastrophenmedizin und humanitärer Hilfe im Rahmen des Medizinstudiums noch nicht entsprechend wahrgenommen worden”, so Geschäftsführerin Tanja Granzow.  Diese Lücke füllt die Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedzin mit Ihrem Fortbildungsangebot. Die  Sommerakademie kann nur mit Hilfe von Sponsoren durchgeführt werden.

Für Einsätze in der Humanitären Hilfe müssen Fachkräfte oft in kürzester Zeit vorbereitet werden. Die Anforderungen reichen von fachlicher Qualifikation über Stressbewältigung, interkulturelle Kompetenz, hohe Belastbarkeit bis zum Wissen um Konzepte, Standards und Akteure in der Humanitären Hilfe.
Meist bleibt kaum Zeit zur Vorbereitung.

Dieser Kurs soll diese Lücke schließen und interessierten medizinischen Fachkräften eine Einführung in die Komplexität und Realität der humanitären Hilfe vermitteln. Der Einführungskurs stellt keine Qualifikation für eine Ausreise in einen humanitären Einsatz dar.

Unzureichende Sanitär- und Hygienebedingungen im Flüchtlingscamps. Foto: Humedica

Unzureichende Sanitär- und Hygienebedingungen im Flüchtlingscamps. Foto: Humedica

In einem Flüchtlingscamp nahe Jijiga, in dem Prof. Domres medizinische Hilfe leistet, leben vorwiegend alte Menschen und Mütter mit ihren Kindern.  Eine Verbesserung der Hygiene, Sanitär- und Wasserversorgung sei dringend nötig. Bedarf sei vorallem an Verbandsmaterial und chirurgischen Instrumenten für die Wundversorgung.

Wirksame humanitäre Hilfsmaßnahmen sind erforderlich, wenn der Katastrophe am Horn von Afrika Einhalt geboten werden soll.
Die Dürre der letzten Monate in weiten Teilen Äthiopiens, Somalias und Kenias, verschärft durch einen immensen Flüchtlingsstrom aus Somalia und drastisch gestiegene Lebensmittelpreise, setzen den Menschen in diesem Gebiet dramatisch zu. World Food Programme (WFP) erwartet einen Anstieg der Zahl von Betroffenen von jetzt 6 Millionen auf 10 Millionen Menschen.

In „Einblicke 2010“ zeigen wir Ihnen, was uns im letzten Jahr bewegt hat. Das gewaltige Erdbeben in Haiti und verheerende Überschwemmungen in Pakistan und Benin stehen da sicherlich an erster Stelle. Mit dem Leid der betroffenen Menschen vor Augen, treibt uns unsere Mission voran, weltweit die medizinische Hilfe für Menschen in Not zu verbessern. Aber wie können wir dieses Ziel erreichen? Hier ist aktiver Einsatz gefragt.

Unser Mitarbeiter Robert Wunderlich ist derzeit mit der Erstellung seiner Arbeit zur Erlangung des Doktorgrades beschäftigt. Wir freuen uns natürlich Ihn dabei so gut wie möglich unterstützen zu dürfen und stellen Ihnen aus diesem Grund gerne die Folgende Erhebung vor. Die Umfrage richtet sich an Medizinisches Personal aller Art, wobei das Ausfüllen des anonymisierten Online-Fragebogens nur ca. fünf Minuten ihrer Zeit in Anspruch nimmt.

Das Sachspendenteam von you-manity und der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin verkaufte Anfang Mai auf dem Brunnenstraßen-Flohmarkt der Stadt Tübingen bei strahlendem Sonnenschein Sachspenden, die in den vergangenen Monaten eingegangen waren. Der Gewinn fließt zu 100 Prozent in Projekte der Katastrophenmedizin und humanitären Hilfe. Aufgrund des guten finanziellen Erfolgs und der großen Öffentlichkeitswirksamkeit der Aktion werden Sie das Team demnächst auch auf weiteren Flohmärkten in der Region Tübingen finden.

„Sie sind ein Vorbild als Mensch und als Arzt!“ Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer war sichtlich bewegt, als er am vergangenen Mittwochabend in Berlin Prof. Dr. Dr. h. c. Bernd Domres zu seiner Ernennung zum Arzt des Jahres gratulierte. Professor Domres, der Präsident des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin Tübingen und der Stiftung des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin Tübingen, erhielt den pulsus 2011, mit dem die Techniker Krankenkassen seit 2004 die “heimlichen Helden der Gesundheit“ auszeichnet.

Die Vorbereitungen für unsere 2. Tübinger
Sommerakademie
sind in vollem Gange. 2011 wollen wir wieder 45 Medizinstudenten aller Semester die Möglichkeit geben, wertvolle Einblicke in die Katastrophenmedizin und humanitäre Hilfe zu erhalten. Mit einem neuen Gelände auf dem Alten Lustnauer Sportplatz für den Praxistag und hochklassigen Referenten für den Theorieteil, bieten wir unseren Teilnehmern wieder 7 Tage lang ein anspruchsvolles und deutschlandweit einzigartiges Lehrprogramm.